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Negativbericht
von Matthias Uhlig | June 28, 2007
Leider gehört zum Job des Materialassistenten auch ein bißchen Papierkram: die Negativberichte. Es ist zwar weitgehend üblich, daß diese Aufgabe von Script/Continuity mit übernommen wird, aber eigentlich gehört es in den Aufgabenbereich des Clapper/Loaders.
Auf dem Negativbericht trägt man den Namen der Produktion, der Produktionsfirma sowie die Namen von Regisseur und Kameramann ein. Außerdem gibt man die Materialart, das Datum und den Aufnahmeort an.
In die erste Spalte schreibt man den Namen der Einstellung z.B. 19/1. In den darauffolgenden 10 Spalten notiert man die Länge (in Metern) der einzelnen Takes. In der Spalte Gesamtlänge rechnet man die Summe der Takes aus. Bei Bemerkungen trägt man z.B. die Lichtstimmung (Tag/Nacht), Filter etc. ein. Die Kopierer werden in der Regel eingekreist. Man sollte auf dem Bericht vermerken, ob man die eingekreisten oder die nicht eingekreisten Aufnahmen kopiert haben will, da dies unterschiedlich gehandhabt wird. Wichtig: Die Kopierer mit Script und Tonmeister vergleichen, so daß hinterher keine Kopierer fehlen, bzw. die falschen Takes kopiert worden sind. Dann schreibt man noch Anweisungen fürs Kopierwerk drauf (z.B. “Bitte entwickeln und die eingekreisten Aufnahmen kopieren” o. ä) und klebt sie auf die letzte Rolle des Tages.
Für jede Rolle nimmt man ein neues Blatt, für jede Einstellung eine neue Zeile.
Der Negativbericht geht mit dem belichteten Material ins Kopierwerk. Ein Durchschlag geht an den Schneideraum, einer ans Produktionsbüro und einer bleibt normalerweise bei der Kameraabteilung. Es ist wichtig, den Durchschlag sorgfältig aufzubewahren, um eventuelle Fehler leichter aufspüren zu können.
Topics: Vorbereitung/Tests, Arbeit am Set |
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