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Schärfe ziehen
von Matthias Uhlig | June 28, 2007
Eine der Hauptaufgaben des Kameraassistenten ist das Schärfe ziehen. Daher kommt die englische Bezeichnung Focus-Puller. Beim Schärfeziehen ist es besonders wichtig, daß man weiß, wann wer wo scharf sein soll. Deshalb ist es wichtig, sich die Proben anzusehen. Wenn man weiß, wo die Schärfen liegen sollen, mißt man die Entfernungen zu den einzelnen Objekten und merkt sie sich. Viele Focus-Puller machen sich Markierungen und/oder schreiben sich die Schärfen auf. Man sollte auch einzelne feste Punkte im Raum messen, da diese immer einen guten Anhaltspunkt bieten wenn die Kamera und/oder die Schauspieler sich bewegen. Wenn man mit Zoomobjektiven arbeitet, hat man in der Regel etwas einfacher, da man durch ranzoomen sich die Schärfe genau einstellen kann (Augenschärfe). Dann stellt man die Brennweite wieder auf ihr ursprüngliches Maß zurück und hat die Schärfe für das Objekt, den Schauspieler etc. Um es den Schauspielern (und dem Focus-Puller) zu erleichtern, bestimmte Positonen einzunehmen, ist es sinnvoll, Markierungen auf dem Fußboden, wenn möglich zu machen. Dafür eigenen sich Lassoband, Kreide oder ,z.B. am Strand, Golfbälle. Bitte nicht vergessen, Markierungen wieder zu entfernen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Es ist immer günstig, wenn man die Tiefenschärfe für eine bestimmte Schärfenebene weiß. Diese kann man unter anderem anhand einer Tiefenschärfetabelle herausfinden. Als Faustregel gilt: Die Tiefenschärfe erstreckt sich von 1/3 des Tiefenschärfebereichs vor der Schärfenebene bis zu 2/3 hinter der Schärfenebene. Dieses Verhältnis hebt sich bei extrem nahen Einstellungen auf. Dann liegt die Schärfenebene in der Mitte des Tiefenschärfebereichs.
Topics: Arbeit am Set |
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